Gross Herbert

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Norbert Gross ca 1892; ✡ ?1942/43 in Auschwitz

Mutter Berta Markewitz ca. 1885; ✡ ?1942/43 in Auschwitz

Geschwister

Eva Gross *1.2.1925inJohannisburg, Ostpreußen; 1942 in Auschwitz

Beruf landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Johannisburg; Paderborn; Berlin; Steckelsdorf bei Rathenow im Landkreis Jerichow;

Heirat Jehudit Lilly Schischa *29.4.1924 in Wien

Kinder zwei

Weiterer Lebensweg

Bewohner des Jüdischen Waisenheim Paderborn

9.1.1936 Herbert Groß ins jüdische Waisenheim und Schule in Paderborn

1.9.1936 Schwester Eva folgt ins jüdische Waisenheim Paderborn

Gruppenbild des Jüd. Waisenheim Paderborn mit Oberin Lise Dreyer oben halblinks und Lehrer David Köln rechts im April 1939, hier sollte Schwester Eva als 14 -jährige Schülerin in der oberen Reihe abgebildet sein.

3.4.1938 Herbert Groß nach Beendigung der Volksschule aus dem Waisenheim nach Berlin abgemeldet

17.5.1939 Herbert Gross in Steckelsdorf bei Minderheiten-Volkszählung

Das jüdische Umschulungslager Steckelsdorf-Ausbau

Lagerleiter/Madrichim waren Sigmar Bromberger, Manfred und Schoschana Litten, Dr. Benjamin Abrahamson, Herbert Schönewald, Werner Hoffbauer, Friedrich Löwenthal, ab 1941 Kurt Silberpfennig

Madrichim 1939/40 Chaim Grosz, Joachim Lippmann und Richard Heymann

10.11.1938 Novemberpogrom in Steckelsdorf, am Abend wurde das Landwerk gestürmt und verwüstet. Alle männlichen Funktionsträger wie Betriebsleiter Werner Hoffbauer, Simon Berlinger, Adolf Frohmann, Friedrich Löwenthal und Herbert Schönewald verhaftet ins Polizeigefängnis Magdeburg und später als „Schutzhäftlinge“ nach Buchenwald gebracht.

21.11.1938 Entlassung der Steckelsdorf Madrichim Simon Berlinger, Adolf Frohmann, Friedrich Löwenthal und Herbert Schönewald aus dem KL Buchenwald

1939 Instandsetzung und Übernahme von Steckelsdorf durch die RVJD

1.9.1939 Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen

Herbert Gross kann nach Palästina emigrieren Datum und Wege sind unbekannt

Er heiratet in Israel Jehudit Lilly Schischa aus Wien und bekommt mit ihr zwei KInder

Keine weiteren Daten bekannt

Schwester Eva mit dem Waisenhaus Paderborn aus Ahlem nach Auschwitz

2.3.1943 Schwester Eva Gross auf der Transport Liste der Paderborner Waisenheimkinder aus dem Sammellager Hannover-Ahlem

Gedenken

14.1.1996 Page of Testimony für Schwester Eva von Abraham Gross

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de879325

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_430302-1.html

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/82492725

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf

Bettina L. Götze, Landwerk Steckelsdorf-Ausbau, in: Hachschara als Erinnerungsort.

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13> [24.03.2024]

Ezra Ben Gershôm David. Aufzeichnungen eines Überlebenden, Evangelische Verlagsanstalt 1989

Joel König (Ezra Ben Gershom), Den Netzen entronnen, Vandenhoeck u. Ruprecht 1967

Bettina Götze, Rathenow, in: Irene Annemarie Diekmann (Hrsg.), Jüdisches Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg 2008. S. 304–328

Jizchak Schwersenz: Die versteckte Gruppe. Ein jüdischer Lehrer erinnert sich an Deutschland. Berlin: Wichern Verlag 1988

Michael Wermke: Ein letztes Treffen im August 1941. Kurt Silberpfennig und die Praxis religiös-zionistischer Pädagogik, Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland. Münster: Waxmann 2020

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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