Heinz Feldmann
*30.9.1920 in Wien; ✡1942 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Viktor Feldmann *8.2.1883 in Troppan; ✡1.1.1942
Mutter Irma Weiss *8.7.1885 in Brünn; ✡ ?
Geschwister –
Beruf Praktikant; Elektroinstallateur, Messtechniker
Adressen Wien, Bräuhausgasse 55; Deventer; Brummen; Voorst;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
„Anschluss“ Österreichs 1938
Nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch der Wehrmacht erfolgte am 13. März 1938 der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich
Hachschara in Thalheim
1938 sechs Monate landwirtschaftliche Hachschara in Thalheim; Thalheim bei St. Pölten war einer der Standorte für Hachschara-Lager des „Hechaluz“ in Österreich.

2.2.1939 Antrag auf Reisegeld zur Hachschara in den Niederlanden bei der Israel. Kultusgemeine Wien;
3.2.1939 es werden 50 RM gewährt
Einzelhachschara bei Bauern in der Region Deventer
10.2.1939 Ausreise von Wien in die Niederlande zur Deventer Vereniging tot Vakopleiding
27.6.1939 – 21.8.1939 Jeugdherberg De Kleine Haar in Gorssel
Heinz Hoffmann mit vielen Chaluzim zur landwirtschaftlichen Hachschara in Brummen bei Vorden; man traf sich einen Tag die Woche im Haus der Vereniging „Beth Chaloets“ in Deventer

1.Reihe Albert Berger, Ernst Cosmann, Harald Simon, Heinz Feldmann, Lilli Dreyfus aus Bochum
2.Reihe Leni Rosen, Herbert Levy, ? , Bubi Pinkus, hinter ihm Hedwig Gotthelf-Strauss
3.Reihe ?, Schraga Engel, Schmuel Rotschild, ?? Werner Bendorf, Norbert Klein
4.Reihe Heinz Meierstein, Joop Andriesse (schwarzer V- Pulli), Werner Hirschfeld, Isak Leuvenberg; Max Windmüller rechts , halbverdeckt
2.4.1940 Umzug von Brummen nach Voorst auf den Bauernhof „De oude Poll“ von Hendrik Lammers
März bis 30.12.1942 ist auch Ludwig Hoffmann auf diesem Hof, bevor er auch nach Westerbork muss.
Kamp Westerbork
25.7.1941 von Voorst eingewiesen in das Kamp Westerbork
Exkurs Erna und Josef Weiss
Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im Kamp Westerbork.


Als Dank für für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag am 10.5.1942.

15.7.1942 Heinz Feldmann zusammen mit 15.7.1942 Leo und Tobias Feigenblatt und deren Cousin Max Rack im ersten Transport ab Westerbork nach Auschwitz; aus dem Lager waren hierfür 100 „Oude kampbewoner“ selektiert worden. In Unkenntnis der Gefahr vertrat der Hechaluz die Ansicht, die Chaluzim sollten sich für diesen ersten Transport freiwillig melden.
1942 Tod in Auschwitz
Der 30.9.1942 ist ein von den ndl. Behörden fiktives Todesdatum der am 15.7.nach Auschwitz Deportierten
Gedenken
–
Quellen
Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130285444
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Genealogie Website My Heritage