Meyerstein Heinz

Heinz Jehuda Meyerstein

*17.9.1920 in Göttingen; ✡ 1.1.2008 in Ramat Gan

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Siegfried Meyerstein *15.6.1888 in Bremke ; ✡ vor 1945 in Polen

Mutter Rosa Gans *11.1.1888 in Rotenburg, Fulda; ✡ vor 1945 in Polen

Großvater Magnus Meyerstein *6.4.1854 in Bremke

Onkel Hermann Meyerstein *26.2.1886 in Bremke; ✡3.6.1957 in Cook, Chicago

Cousin Werner „Mayertan“Meyerstein *24.7.1919 Bremke; ✡5.6.2001 in Sosua

Bruder

Herbert Meyerstein *12.6.1922 in Göttingen; ✡ 1942 in Auschwitz

Beruf Mechaniker; Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Göttingen; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat 25.6.1946 in Tel Aviv mit Anna Hanna Sobalski *16.7.1921 in Stettin

Kinder

Weiterer Lebensweg

Besuch der Albani- und später der Vogt-Schule, eine Mittelschule für Jungen in Göttingen

Mitte der 1930er-Jahre Lehre als Feimechaniker bei der Fa. Sartorius, auf Intervention der DAF ohne Abschluß .

1938 Nach München Jüdische Lehrwerkstatt/Schule

20.3.1939 Einreise der späteren Ehefrau Anna Sobalska in Tel Aviv mit einem Zertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)

17.5.1939 die Eltern, Bruder Herbert und Großvater Magnus Meyerstein in Göttingen, Rote Straße 16 bei der Minderheitenzählung

Ghetto Warschau

26.3. 1942 die Eltern Siegfried und Rosa zusammen mit der Tante Johanna Gans in das Sammellager Hannover-Ahlem gebracht ;

31.3.1942 Deportation über das Durchgangslager Trawniki in das Warschauer Ghetto

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung von Heinz Meyerstein in München, Landwehrstraße 68

10.11.1938 Einweisung von Heinz in das KL Dachau, Häftlingsnummer 20108; am 10.11.1938 wurden in Dachau die Nummern 19433-20301 vergeben)

3.1.1939 Entlassung aus dem KL Dachau

Ausreise in die Niederlande zur „Deventer Vereenigung tot Vakopleidung“ diese organisiert für ihn eine Einzelhachschara

1939 in Zutphen

1940 Dach des „Beth Chaloets“, Haus der zionistischen „Deventer Vereniging“, Papenstraat 45
1.Reihe Albert Berger, Ernst Cosmann, Harald Simon, Heinz Feldmann, Lilli Dreyfus aus Bochum
2.Reihe Leni Rosen, Herbert Levy, ? , Bubi Pinkus, hinter ihm Hedwig Gotthelf-Strauss
3.Reihe ?, Schraga Engel, Schmuel Rotschild, ?? Werner Bendorf, Norbert Klein
4.Reihe Heinz Meierstein, Werner Hirschfeld, Isak Leuvenberg; Max Windmüller rechts , halbverdeckt

1940 Er bekommt einen Platz zur Einzelhachschara bei Bauer Theodoor Gerrit Seinhorst in einem kleinen Dorf IJzevoorde (IJ95) bei Doetinchem

Dort arbeiten auch weitere Chaluzim wie Hans Moser, Günter Simons, Max Windmüller

November 1941 Ende der Ausbildung; er wohnt bei einer jüdischen Familie in Doetinchem

1942 Umzug nach Amsterdam

Werkdorp

30.4.1940 Bruder Herbert Meyerstein nach Einzelhachschara in Weerselo ins Joodse Wekdorrp

Mai 1943 Heinz Meyerstein mit Siegfried Rosenthal, Kurt Mendel und Moses Hartog als holländische Fremdarbeiter für drei Monate mit gefälschten Papieren in Dortmund; Rosenthal berichtet:

„Wir lebten eine Weile zusammen in Dortmund, mit gefälschten Papieren als holländische Fremdarbeiter, und wir beide schafften es über Holland, Belgien, Frankreich und die Pyrenäen nach Spanien zu flüchten, von wo wir im November 1944 auf einem portugiesischem Schiff nach Palästina kamen.“

Nach drei Monaten wird die Identität entdeckt und sie kehren nach Amsterdam zurück.

Von der Westerweel Gruppe über Belgien nach Frankreich geschleust, dort bis November 1943 als holländische Fremdarbeiter mit gefälschten Papieren beim Bau des Westwalls für die Organisation Todt (OT), Sein Deckname ist Cornelis Hogenbirk.

November 1943 ein erster Versuch zur Pyrenäen-Überquerung wird wegen Schneefalls abgebrochen

20.2.1944 der zweite Versuch mit einer Gruppe von 32 Flüchtlingen gelingt

Alfred Aron Dubowski berichtet:

Davon aus Loosdrecht: Walter Dreyfuss; Alfred Aron Dubowski; Ascher Heinrich, Joseph Heinrich; Meir Paul; Ernst Röttgen; Benno Turteltaub;
Außerdem Werner Seew Hirschfeld; Heinz Meyerstein

März 1944 Verhaftung in Lerida

15.5.1944 Flucht, Ankunft in Barcelona

5.9.1944 in Madrid Ausstellung des „Certificate of Identity“ als Hogenbrink

Alija auf der SS GUINEE 1944

28.10.-5.11.1944 mit Chaluz Siegfried Rosenthal mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz Kategorie C/LS auf der SS GUINEE von Cadiz nach Haifa

Im Oktober 1944 erhielten Paul Siegel und weitere Palästina-Pioniere von der britischen Mandatsregierung erteilte Einwanderungszertifikate  für  Palästina. Siegel, Chanan  Flörsheim  und  53  weitere  Hechaluz-Mitglieder  gingen  am  27.  Oktober  1944 in Cadiz an Bord des Schiffes „Guinée“ und erreichten am 4. November den Hafen von Haifa.

14.11.1944 Entlassung von Siegfried Rosenthal aus dem britischen Camp in Athlit

Seit Mai 1943 soll insgesamt 150 Palästina-Pionieren die Flucht aus den Niederlanden über Belgien bis Frankreich geglückt sein. Etwa 80 von ihnen überquerten in von der Toulouser Sektion der AJ organisierten Gruppen seit Februar 1944 die Pyrenäen und gelangten von Spanien aus in das unter britischem Mandat stehende Palästina

16.12.1946 Einbürgerung von Siegfried Rosenthal in Palästina

Gedenken

Quellen

Heinz – Yehuda Meyerstein Collection: Hachshara in the Netherlands and escape to France and Spain

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

Herbert Meijerstein (born 12 June 1922)

Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert