Hamberg Edith

Edith Hamberg

*23.10.1919 in Hannover; ✡ 16.1.1990 in Illinois

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Sally Hamberg 16.5.1887 in Breuna; ✡ Februar 1942 Salaspils, Riga

Mutter Esther Braunsberg *16.6.1889 in Breuna; ✡ 1944 Riga/Stutthof

Großvater Juda Baruch Hamberg *5.6.1856 in Breuna; ✡4.7.1934 in Breuna; oo Sarah Herzfeld

Tante Emilie Hamberg *26.5.1892 in Volkmarsen, Breuna; ✡ Riga ; oo Max Meyer

Großonkel Moses Hamberg * 21.12.1866 in Wolfhagen, Breuna; ✡1919

Großcousins

Julie Julie Lichtmann geb Hamberg *16.8.1882 in Breuna; ✡ Juli 1944 in Riga Strasdenhof

Heinrich Hamberg *8.5.1896 in Bruch, Recklinghausen; ✡27.3.1918 im Feldlazarett in Nordfrankreich

Geschwister

Arthur Hamberg *11.5.1922 in Hannover

Margot Hamberg *26.2.1924 in Hannover; oo Ward

Beruf Landarbeiter

Adressen Hannover, Münzstraße 2; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Oscar Tarcov

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

Familie Hamberg ca 1895, v.l., Julia, Baruch oder Simon, Urgroßvater Juda Baruch, Adele, Mutter Dina, Moses Moritz, Röschen, Seligmann

Die Familie des Großvaters Baruch lebte um 1900 in Recklinghausen Bruch

Gut Winkel

Edith Hamberg zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied im

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 nicht auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Das Israelitische Waisenhaus in Kassel

1938 Edith Hamberg im Israelitischen Waisenhaus in Kassel als Pflegepraktikantin

Die vier Mädchen oben links sind die Pflegepraktikantinnen; Edith wohl dritte v.l.

17.5.1939 Edith Hamberg in Kassel Gießbergstraße 7; im Israelitischen Waisenhaus

17.5.1939 beide Eltern in Hannover, Münzstraße 2

England

26.8.1939 Edith Hamberg und Schwester Margot mit domestic permit aus Hannover nach England

Britischer Census

29.9.1939 Edith Hamberg als Landarbeiterin in The Rectory, Ampthill, Bedfordshire

USA

21.9.-3.10.1940 Edith Hamberg auf der SS SCYTHIA von Liverpool nach New York

Hannover Riga

3./4.9.1941 „Aktion Lauterbacher“ in Hannover, Zwangsumzug der Eltern ins Juden-Ghettohaus Dietrichstraße 28, zusammen mit Schwester Fanny David geb. Hamberg, Schwager Moritz David und deren Sohn Arthur

November 1941 Deportationsbescheid der Gestapo

15.12.1941 morgens Verbringung per Lastwagen aus den Judenghettohäusern über seit Anfang November 1941 von der Gestapo zur Sammelstelle umfirmierte Israelitische Gartenbauschule zum Bahnhof Fischerhof in Hannover-Linden

Bahnfahrt der Eltern in Personenwagen mit angehängten Gepäckwagen der Deutschen Reichsbahn in das Ghetto Riga vom Bahnhof Fischerhof in Hannover-Linden nach Riga Skirotawa zusammen mit 999 anderen Hannoveraner Juden

18.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6500); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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