Alfred Fritz Kalter
*11.12.1912 in Mannheim; ✡ 16.6.2002 in Sodermalm, Stockholms Lan
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Dr. jur Alfons Kalter?
Mutter Paula Hirsch ?
Geschwister
Artur Kalter *20.3.1910 in Mannheim
Beruf –
Adressen
Heirat Luise Kohn
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Sein Vater war vermutlich der am 12. Juni1879 in Mannheim geborenen Rechtsanwalt Dr. jur. Alfons Alfred Kalter; er wurde bereits 1933 im Lager Neustadt als „Schutzhäftling“ bis Dezember 1933 eingesperrt; nach Entlassung aus der Schutzhaft 1933 Suizidversuch, 1934 mehrfach Gestapo-Verhöre, am 29.10.1934 nach Suicid im Neckar aufgefunden
17.9.1934 Artur Kalter aus Mannheim nach Frankreich
30.6.1937 Flucht in die CSR nach Prag
Schweden
1938 Alfred Kalter im Auftrag des Hechaluz zum Aufbau der Organisation in Schweden mit Ulrich Kohlberg und Willy Smulowitz nach Hässleholm

2.5.1938 bis 13.12.1940 lebt die Führung des Hechaluz Schweden in einer Wohngemeinschaft in Hässleholm; außer Kohlberg noch Alfred Kalter und Willy Smulowitz sowie Ruth Gellert (*27.10.1920 in Breslau)

Dezember 1940 Schwedischer Census

21.8.1942 von Hässleholm nach Malmöhus; er wohnt Barslov Alla 3-14 zusammen mit Norbert Pogorzelski (*8.7.1921 in Glogau) und Willi Beil (*5.6.1921 in Schildberg)
4.3.1942 zurück nach Hässleholm
6.3.1944 Tagung des Internationalen Arbeitskreises der SAP in Stockholm; Referarat von Fred Kalter zum Thema „Arbeiterbewegung und Judenfrage“; es wird ein vierköpfiger Arbeitskreis gebildet, dem außer Kalter, Laski, Smulowitz auch Willy Brandt (später Bundeskanzler) angehört. Der endgültige Text, der der Internationalen Arbeitsgruppe 21. April 1944 verabschiedet wird enthält auf Vorschlag von Willy Brandt und Smulowitz folgenden Passus:
„dass auch weiterhin die Arbeiterbewegung zusammen mit anderen fortschrittlichen Kreisen alles tun wird, um eine Staatsform zu erreichen, die sowohl den Interessen des arabischen als auch des jüdischen Volkes gerecht wird“
Nachkriegszeit

Oktober 1945 auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden Gruppe der „Alten Chawerim“

Gedenken
Quellen
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316