Ulrich Kohlberg
*26.6.1915 in Berlin; ✡ 7.8.2007 in Hässelby
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater ungesichert; ✡ ?
Mutter ungesichert
Geschwister ?
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin; Gut Winkel, Spreenhagen; Backlöksvägen 117, Hässelby, Stockhol
Heirat 2.5.1938 Alice Löwenbach *26.6.1912 in Krefeld ; ✡3.10.1993 in Stockholm
Zweite Ehe mit Hannelore Kohlberg *24.3.1920; ✡3.12.1994 in Hasselby
Kinder
Ruth Gabriele Kohlberg *25.9.1940 in Hässleholm; oo Wannborg
Tamar Mirjam Kohlberg *2.9.1944 in Stockholm; oo Wenngren
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Ulrich Kohlberg als Madrich zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
Schweden
1938 Ulrich Kohlberg im Auftrag des Hechaluz zum Aufbau der Organisation in Schweden mit Alfred Kalter und Willy Smulowitz nach Hässleholm

2.5.1938 bis 13.12.1940 lebt die Führung des Hechaluz Schweden in einer Wohngemeinschaft in Hässleholm; außer Kohlberg noch Alfred Kalter und Willy Smulowitz aus Essen sowie Ruth Gellert (*27.10.1920 in Breslau)

Dezember 1940 noch erfasst bei der schwedischen Volkszählung
13.12.1940 Umzug mit Frau Alice und dem Säugling Ruth nach Finja
6.3.1944 Tagung des Internationalen Arbeitskreises der SAP in Stockholm; Referat von Fred Kalter zum Thema „Arbeiterbewegung und Judenfrage“; es wird ein vierköpfiger Arbeitskreis gebildet, dem außer Kalter, Laski, Smulowitz auch Willy Brandt (später Bundeskanzler) angehören. Der endgültige Text, der von der Internationalen Arbeitsgruppe 21. April 1944 verabschiedet wird enthält auf Vorschlag von Willy Brandt und Smulowitz folgenden Passus: „dass auch weiterhin die Arbeiterbewegung zusammen mit anderen fortschrittlichen Kreisen alles tun wird, um eine Staatsform zu erreichen, die sowohl den Interessen des arabischen als auch des jüdischen Volkes gerecht wird.“

8.9.1944 Passverlängerungsanträge des Hechaluz
Nachkriegszeit

Oktober 1945 auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, Gruppe der „Alten Chawerim“

Gedenken
Quellen
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316