Löwenbach Alice

Alice Löwenbach

*26.6.1912 in Krefeld; ✡3.10.1993 in Stockholm

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Louis Löwenbach *19.10.1880 in Freienohl; ✡ Juni 1955 in Berlin

Mutter Meta Kaatz *1.9.1911 in Landsberg, Warthe; ✡29.9.1945

Tanten

Dina Spiegel geb. Löwenbach *23.2.1873; ✡nach 30.4.1942 in Zamosc

Toni Dreyfus geb. Löwenbach *19.10.1881 in Freienohl; ✡nach 30.4.1942 in Zamosc

Bruder

Hanns Löwenbach *6.7.1915 in Krefeld; ✡ 30.1.2012 in Norfolk USA; oo Ruth Rosenfeld (1924-1958)

Cousin/en

Anne Rosa Dreyfus *17.10.1918 in Sulzbach; Amsterdam; Westerbork; ✡7.9.1942 in Auschwitz

Lilli Marie Dreyfus *28.3.1920 in Sulzbach; oo Salomon Bernard de Leeuw; ✡30.4.1943 Sobibor

Walter Dreyfus *1 3.3.1926 in Bochum; ✡1950 in Israel  

Ellen Spiegel *15.9.1906 in Bochum; Tod in Riga

Beruf Landarbeiterin

Adressen Krefeld; Hässleholm

Heirat 2.5.1938 Ulrich Kohlberg *26.6.1915 in Berlin; ✡ 7.8.2007 in Hässelby

Kinder

Ruth Gabriele Kohlberg *25.9.1940 in Hässleholm; oo Wannborg

Tamar Mirjam Kohlberg *2.9.1944 in Stockholm; oo Wenngren

Weiterer Lebensweg

Aktion Arbeitsscheu Reich „ASR“

Juni 1938 Vater Louis als ASR-Jude verhaftet und ins KL Buchenwald deportiert.

3.9.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Buchenwald

Shanghai

 Beide Eltern und Bruder Hanns flüchten nach Shanghai

1939 Vater Louis in jüdischen Adressbuch von Shanghai

1945 Bruder Hanns heiratet in Shanghai Ruth Rosenfeld aus Berlin

29.9.1945 Tod der Mutter Meta in Shanghai

Gut Winkel

Ulrich Kohlberg als Madrich zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

Schweden

1938 Alice Löwenbach mit Ulrich Kohlberg nach Schweden; Kohlberg soll im Auftrag des Hechaluz zum Aufbau der Organisation in Schweden mit Alfred Kalter und Willy Smulowitz nach Hässleholm; anzunehmen ist, dass sie sich in einem Hachscharalger kennenlernten

2.5.1938 bis 13.12.1940 lebt sie mit der Führung des Hechaluz Schweden in einer Wohngemeinschaft in Hässleholm; außer Kohlberg noch Alfred Kalter und Willy Smulowitz sowie Ruth Gellert (*27.10.1920 in Breslau)

Dezember 1940 noch erfasst bei der schwedischen Volkszählung

13.12.1940 Umzug Alice und Ulrich Kohlberg und dem Säugling Ruth nach Finja

6.3.1944 Tagung des Internationalen Arbeitskreises der SAP in Stockholm; Referat von Fred Kalter zum Thema „Arbeiterbewegung und Judenfrage“; es wird ein vierköpfiger Arbeitskreis gebildet, dem außer Kalter, Laski, Smulowitz auch Willy Brandt (später Bundeskanzler) angehören. Der endgültige Text, der von der Internationalen Arbeitsgruppe 21. April 1944 verabschiedet wird enthält auf Vorschlag von Willy Brandt und Smulowitz folgenden Passus: „dass auch weiterhin die Arbeiterbewegung zusammen mit anderen fortschrittlichen Kreisen alles tun wird, um eine Staatsform zu erreichen, die sowohl den Interessen des arabischen als auch des jüdischen Volkes gerecht wird.“

8.9.1944 Passverlängerungsanträge des Hechaluz

Nachkriegszeit

Oktober 1945 auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden Gruppe der „Alten Chawerim“

Die Ehe mit Ulrich Kohlberg wird geschieden

28.11.-17.12.1947 Bruder Hans mit Ehefarau Ruth auf dem US Marinetransporter GENERAL W H GORDON von Shanghai nach San FRancisco

Gedenken

Quellen

Passenger Lists of Vessels Arriving at San Francisco, CA, 1893-1953 (National Archives Microfilm Publication M1410, roll 394, line number 25, record id 004894247_00217_24); Digital Folder Number 004894247, Image Number 00217

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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