Heinemann Fritz

Fritz Heinemann

*28.1.1923 in Hannover; ✡ 28.2.1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Ludwig Heinemann *18.2.1882 in Braunschweig; ✡13.6.1941 in Gouda

Heirat der Eltern 1921

Mutter Emilie Saalfeld *10.12.1890 in Kassel; ✡13.6.1941 in Gouda

Großmutter Fanny Heinemann geb. Kunstmann *1854; ✡13.6.1941 in Gouda

Die Mutter war in erster Ehe 1912 verheiratet mit Adolph Gerzon (1879-1918)

Aus dieser Ehe stammen

Halbgeschwister

Lily Anita Gerzon *20.1.1914; 12.8.1997 in Leeds

Siegbert Gerzon *27.7.1917 in Amsterdam; 1.10.2009; oo1942 Nora Falk; oo1954 Elisabeth Pruijm

Geschwister keine

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen  ; Catharinahoeve in Gouda; Gouda Krugerlaan 53

Heirat 

Kinder

Weiterer Lebensweg

1.11.1937 Flucht von Fritz Heinemann nach Gouda

31.12.1938 Flucht der Eltern und der Großmutter Fanny nach Gouda

Hachschara-Jeugdfarm Catharinahoeve in Gouda

16.1.1939 auf der Hachscharafarm in Gouda; untere Reihe v.l.
Erich Fleischhacker, Herbert Baer, Bram Goudsmit, Ellen Soeme(Ruth Loewy?), Roza Pinkhof, Edith Faierstein, Ernst Hirsch
Mitte v.l. Fritz Heinemann, Ies Goudsmit, Chana de Leeuw, Siegmund Elsen, Bernd Abbi Mayer, Sieg Weijs
Oben v.l. Jettie Aalsvel, Shoshana Litten mit Sohn Gideon, Heddy Worens, Frans De Raaf, Walter Schaefer, Manfred Rolf Litten, Dolf Engam, Gery Goudsmit, Manfred Samson, Herr Knoll

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine Schenkung/Legat über 80000 Gulden von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige. Als Betriebsleiter wurde J. Middelburg eingestellt.  Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB. Die Leitung der Gruppe übernahm das Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig.

Beim Düngen Adolf Engers links, Fritz Heinemann rechts

11.11.1939 abgemeldet aus Gouda zum Bruder Siegbert nach Den Haag; Rückkehr zur Jeugdfarm

16.5.1940 abgemeldet aus Gouda nach Enschede, 320 Zuid Eschmarker Rondweg in Enschede

Onderduiker

Herbst 1942 Fritz Heinemann geht ins Versteck; der Polizeichef von Deventer lässt ihn per Meldung suchen im Algemeen Politieblad, nr 45, 12 November 1942, 1267, notice 2711“; Anzeige wegen einer gestohlenen ID-Card/Ausweis; er wird verraten und gefasst

4.12.1942 Einweisung als Strafgefangener in das polizeiliche Judendurchgangslager

8.12.1942 Fritz Heinemann zur Strafe auf den nächstabgehenden Transport nach Auschwitz gesetzt

28.2.1943 Tod in Auschwitz

Bombardement von Gouda

13.6.1941 Tod der Eltern und Großmutter Fanny bei dem britischen RAF Bombardement auf Gouda

Freiheitstransport St. Gallen

5.2.1945 Siegbert und Nora Gerzon auf dem „Freiheitstransport“ Transport EW aus Theresienstadt nach St. Gallen, der einzige Freiheitstransport aus Theresienstadt („1 Million Dollar für 1000 Juden“)

7.2.1945 Ankunft in St. Gallen zunächst im Schulgebäude im Hadwig untergebracht

16.3.1945 Offizielle Registrierung von Siegbert und Nora Gerzon in der Schweiz

Stolpersteine in Gouda, Ridder van Catsweg 61

30.8.2012 neun Stolpersteine in Gouda, Ridder van Catsweg 61 für Manfred und Jansje Litten, Jettie Aalsvel, Abraham Hamburger, Martijn Koppel, Leib Laub, Ernst Oppenheim, Henriëtte Roos, Isi „Itsche“ Tiefenbrunner

Gedenken

Quellen

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130292790

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Genealogie- Website My Heritage

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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