
Walter Schäfer
*18.5.1923 in Karlsruhe; ✡ 17.9.1943 in Lahde
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Oskar Schäfer *22.7.1890 in Tarnopol; ✡15.12.1942 in Auschwitz
Mutter Meta Kleinmeyer *17.12.1899 in Fürth ; ✡15.12.1942 in Auschwitz
Geschwister
Ruth Schäfer *6.9.1929 in Karlsruhe; ✡15.12.1942 in Auschwitz
Dora Schäfer *23.8.1924 in Karlsruhe; ✡15.12.1942 in Auschwitz
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Karlsruhe; Apeldoorn, Princesselaan 14 Catharinahoeve in Gouda
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Besuch des Gymnasium Karlsruhe
August 1936 Walter Schäfer mit den Eltern und Schwestern nach Apeldoorn
1937 Abschlussexamen an der HBS
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
Oktober 1937 Walter Schäfer zur Hachschara nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Frans Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

Erich Fleischhacker, Herbert Baer, Bram Goudsmit, Ellen Soeme, Roza Pinkhof, Edith Faierstein, Ernst Hirsch
Mitte v.l. Fritz Heinemann, Ies Goudsmit, Chana de Leeuw, Siegmund Elsen, Bernd Abbi Mayer, Sieg Weijs
Oben v.l. Jettie Aalsvel, Shoshana Litten mit Sohn Gideon, Heddy Worens, Frans De Raaf, Walter Schäfer, Manfred Rolf Litten, Adolf Engers, Gery Goudsmit, Manfred Samson, Herr Knoll
Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.
1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.
Durch eine vom Krankenhaus Gouda angeordnete Quarantäne wegen einzelner stationär behandelter Durchfallerkrankungen als Ausdruck einer Dysenterieendemie im Lager können die für April vorgesehenen Deportationen noch für acht Wochen aufgehalten werden. Shoshana Litten sucht entgegen der Anweisung der Vorstandsvorsitzenden für die Chaluzim Versteckplätze. Daraufhin tauchen viele unter.
Deventer Vereniging


Walter Schäfer Mitglied der Deventer Vereniging tot Vakopleiding, zur Einzelhachschara in Voorst, Boerderij Aukerschmit
Arbeitervoorlichtingskamp Lahde
1943 Walter Schäfer eingewiesen in das Arbeitervoorlichtingskamp Lahde; Lahde war eine Art Arbeitserziehungslager für Männer, die der Aufforderung sich zu den Werkkampen zu melden, nicht nichtgekommen waren. Sie sollten maximal zwei Monate dort verbleiben.
17.9.Tod von Walter Schäfer im Arbeitervoorlichtingskamp Lahde
Razzia in Gelderland
17./18. 11.1942 in der großen Razzia werden in Apeldoorn 76 Juden verhaftet und in das polizeiliche Judendurchgangslage Westerbork verbracht, darunter auch die Eltern und Schwester Ruth
12.12.1942 beide Eltern und Schwester Ruth auf dem Transport 42 nach Auschwitz
Apeldornsche Bos
Dezember 1941 Schwester Dora geht als Pflegeschülerin in die Centraal Israëlitisch Krankzinnigengesticht Het Apeldoornse Bos, Zutphensestraat 106
20.1.1943 Ankunft des Jüdischen Ordredienst aus Kamp Westerbork in Apeldoorn; Bereitstellung von 40 Güterwaggons am Bahnhof Apeldoorn; die Hälfte des Personals flüchtet oder taucht unter
21./22.1.1943 in der Nacht Zwangsevakuierung der gesamten Klinik, „Verladung“ in Güterwaggons 1181 Patienten und Dora Schäfer mit 51 jüdischen Krankenschwestern von Apeldoorn nach Auschwitz.
Das in Apeldoorn verbliebene Personal wurde zusammen mit den letzten rund hundert jüdischen Einwohnern Apeldoorns mit einem Linienzug ins Lager Westerbork gebracht und von dort deportiert.
24.1.1943 Ankunft des „Krankensondertransport“ im KL Auschwitz. Bei der Selektion werden 16 Männer und 36 Frauen im Lager aufgenommen, die übrigen 692 Menschen übernommen. 1 004 Menschen werden in die Gaskammern geführt.
Gedenken
Pages of Testimony für Walter Schäfer von Cousin Zeev Sardi
Grabstein für
Quellen
https://www.myheritage.de/research
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130369618
http://www.joodsmonument.nl/en/page/152753/oskar-sch%C3%A4fer
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947