Studinski Lieselotte

Lieselotte Studinski geb. Levy

*4.12.1918 Berlin; ✡ 23.6.1991 in Kopenhagen

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater unbekannt Levy

Mutter unbekannt Flemming

Geschwister unbekannt

Beruf Haushälterin

Adressen Berlin; Tiköb; Helsingborg; Kopenhagen

Heirat 1919 Martin Studinski *8.2.1914 in Kulm; ✡ 2004 Kopenhagen

Kinder zwei

Tochter Studinski; oo Nils Gunnar Elley (1945-2019)

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

Laut Mitteilung von Peter Muschinski war Lieselotte Levy ebenso wie ihr späterer Ehemann zur Hachschara im Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg.

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Novemberpogrom

10.11.1938 brutaler Überfall und Verwüstung des Gut Jägerhof, angeführt vom Flensburger Polizeipräsidenten SS Standartenführer Hinrich Möller. Alle Bewohner werden verhaftet, die Männer ins Polizeigefängnis Kiel, von wo sie später ins KL Sachsenhausen deportiert werden. Hofbesitzer Alexander Wolff kann im letzten Moment über die nahe gelegenen dänische Grenze flüchten. Seine Mutter Käthe Wolff kommt mit den Frauen ins Polizeigefängnis nach Flensburg; sie werden nach einem Tag entlassen.

28.12.1938 Entlassung von 14 jüdischen Gefangenen aus Kiel aus der „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen, davon zehn aus dem Jägerhof.

1939 gehen beide zur Einzelhachschara auf Bauernhöfen in Dänemark

Volkszählung in Dänemark 1940

Martin Studinski zweimal erfasst in Tikøb, Lynge Kronborg, Frederiksborg;

Einmal in einer Männer WG von Hachschara Chaluzim

Und ein zweites Mal zusammen mit seiner Frau Lieselotte in einer Frauen WG von Hachschara Chaluzoth in Tikøb

Ebenfalls registriert in Tikøb die Chaluzim des BACHAD 

Judasia Einhorn, Theodor Fürst, Rosa Kreitstein, Max Mahr, Moses Trattner, Salomon Steinwell , Thekla Steinwell, Samuel Wildstein

sowie in einer weiteren WG

Irmgard Klonower, Nathan Königshofer, Isaak Martin, Leopold Martin, Otto Reiter, Ernst Samosch, Bruno Schmitz, Siegfried Schuss, Ludwig Strauß, Oskar Tisser

22.9.1943 Martin und Lieselotte fliehen noch vor der Massenflucht von Dänemark nach Landskrona, Schweden

27.9.1943 Antrag von Martin und Lieselotte auf Ausstellung eines Fremdenpasses in Malmö

Später wohnen sie in Helsingborg

Rückkehr nach Dänemark, Kopenhagen

23.6.1991 Tod von Lotte Studinski in Kopenhagen

2004 Tod von Martin Studinski

Gedenken

Quellen

https://safe-haven.dk

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Fraemlingspass_Studinski__Liselotte_Sara.pdf

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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