Rosenthal Albert

Albert Rosenthal

*28.7.1919 in Madfeld; ✡13.3.1979 Buenos Aires, Argentinien

Vater Josef Rosenthal*2.7.1876 in Madfeld; ✡ nach 1940 in Argentinien

(Josef Rosenthal ist der Neffe von Betty’s Stiefmutter Jeanette Rosenthal *18411918)

Mutter Betty Faßbender *8.1.1881 in Recklinghausen; ✡1951 in Argentinien

Großvater Moses Adam Faßbender *Sept. 1824 in Remagen; ✡29.3.1891 in Recklinghausen

Großmutter Maria Anna Gottschalk * März 1845 in Essen; ✡16.5.1887 in Recklinghausen

Stiefgroßmutter Jeanette Rosenthal *25.7.1841 in Madfeld; ✡25.11.1918 in Madfeld

Onkel Jakob Fassbender *4.6.1883 in Recklinghausen; ✡26.3.1942 im Ghetto Lodz

Tante Paula Faßbender *19.8.1878 in Recklinghausen; ✡9.9.1878 in Recklinghausen

Geschwister

Max Rosenthal *27.6.1904 in Madfeld; ✡August 1986 in Brooklyn, NY

Herta Rosenthal *20.12.1905 in Madfeld; ✡30.9.1942 in Auschwitz

Else Rosenthal *25.3.1908; ✡31.8.1908 in Madfeld

Martha Rosenthal *25.3.1908; ✡31.8.1908 in Madfeld

Irma Rosenthal *4.4.1909 in Madfeld

Selma Rosenthal *27.8.1911 in Madfeld; Essen, 1935 Amsterdam; ✡8.9.1942 in Auschwitz-Birkenau

Erich Rosenthal *31.8.1914 in Madfeld;

Erna Rosenthal *1921 in Madfeld; ✡2011 in Argentinien

Adressen Madfeld, Dorfstraße 43; Groß Breesen; Buenos Aires

Heirat 26.1.1951 in Buenos Aires Lina Wolff *21.2.1926; ✡28.8.2019 Buenos Aires

Kinder zwei

Weiterer Lebensweg

Schwester Herta Rosenthal nach Aurich

25.6.1935 Schwester Selma emigriert aus Essen nach Amsterdam

17.9.1937 Schwester Herta nach Amsterdam, Beethovenstraat 122 II

Novemberpogrom

10.11.1938 Albert mit dem Vater Josef und den Brüdern Max und Erich verhaftet; Verbringung der Verhafteten aus Madfeld zur Steinwache nach Dortmund

12.11.1938 Albert mit dem Vater Josef und den Brüdern Max und Erich eingewiesen in das KL Sachsenhausen; Vater Josef (Nr.11573, Block 17) Albert (Nr.11529, Block 37), Max (Nr. 11575, Block 38), Erich (Nr.11574, Block 38)

28.11.1938 Entlassung des Vaters Josef aus dem KL Sachsenhausen

17.1.1939 Entlassung der Brüder Albert, Max und Erich mit weiteren Juden aus der Gruppe Dortmund aus dem KL Sachsenhausen

Überseegruppenwanderer Lehrgut Groß Breesen

Mai 1936 Eröffnung des nichtzionistischen Übersee-Gruppenwanderer Lehrgutes Groß Breesen; im Gegensatz zu anderen Lagern ist Groß Breesen nicht an jüdische Organisationen gebunden, war jedoch stark geprägt vom Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V., assimiliert, liberal, national)

1936-1939 Curt „Bo“ Bondy Lagerleiter und pädagogischer Leiter, auf Bitten von Leo Baeck; von vielen ‚Groß-Breesenern‘ wurde er als charismatische Persönlichkeit, der sie viel zu verdanken haben, verehrt. Unterstützt wurde er von Ernst Cramer, einem älteren Praktikanten.

Leiter der landwirtschaftlichen Ausbildung war Oberinspektor Erwin Scheier, dessen Frau Ruth oblag die Hauswirtschaft, Tischlermeister Max Kiwi die Schreinerei.

1939 Albert und Bruder Erich zur Vorbereitung ins Überseeauswanderer-Lager Groß Breesen; Zeitraum unbekannt

17.5. 1939 Albert mit den Eltern und Geschwistern Max, Irma, Erich Rosenthal in Madfeld, Dorfstraße 43 bei der Minderheiten-Volkszählung

26.9.1939 Emigration von Albert mit den Eltern und Geschwistern Max, Irma, Erich Rosenthal nach Argentinien

Amsterdam Razzia

15.7.42 in der Dritten Großen Amsterdamer Razzia werden auch die Schwestern Selma und Herta Rosenthal verhaftet und nach Hooghalen deportiert. 7 Km zu Fuß ins Kamp Westerbork, Registrierung in der großen Halle und unmittelbar zu Fuß zurück nach Hooghalen

Erst ab November 1942 gab eine eigene Bahnlinie und Station im Kamp Westerbork; von Juli-November 1942 mussten die Deportierten von und zur Station Hooghalen zu Fuß laufen.

15.7.-17.7.1942 die Schwestern Selma und Herta Rosenthal auf dem ersten großen Massentransport aus den Niederlanden ab Hooghalen nach Auschwitz

Tod der Schwestern Selma und Herta Rosenthal in Auschwitz II-Birkenau; das Sterbedatum 30.9.1942 ist fiktiv von den ndl.Behörden festgesetzt worden

Gedenken

Grab der Großeltern Moses Adam Faßbender und Maria Anna Gottschalk nach Umbettung durch Isidor Philipp auf dem jüdischen Friedhof Recklinghausen, Nordcharweg

Quellen

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Sterberegister NRW, STA Recklinghausen, 1878 Nr. 128

Sterberegister NRW, STA Recklinghausen, 1887 Nr. 127

Sterberegister NRW, STA Recklinghausen, 1891 Nr. 75

Hausbücher der Stadt Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 79/80, 1980/81

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Rosenthal%20Selma%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Rosenthal%20Herta%22%7D

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de954212

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de953619

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4093946

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092190

https://collections.arolsen-archives.org/archive/12802842/?p=1&s=Rosenthal%20Selma&doc_id=12802842

https://collections.arolsen-archives.org/archive/12802750/?p=1&s=Rosenthal%20Herta&doc_id=12802750

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My