Baum Bianca

Bianca Nebel

*26.6.1915 in Gleiwitz; ✡1942 in Raasiku

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Heimann Nebel *27.8.1888 in Breslau; ✡24.11.1970 in West Roxbury USA

Mutter Sara Pisky *10.5.1893 Jarozin; ✡30.9.1965 in Boston

Geschwister

Margot Nebel *19.10.1913 in Gleiwitz; oo Heinz Perl (*12.8.1911 Deutsch Krone; ✡11.9.1989)

Gerhard Nebel *18.9.1917 in Warschau; ✡19.1.2005 in Florida

Dagobert Nebel *17.1.1927 in Breslau; ✡17.3.1997 in Stoughton, USA; oo Lester

Beruf Arbeiterin

Adressen Gleiwitz; Berlin; Ellguth; Paderborn;

Heirat 18.1.1942 in Paderborn Werner Baum *5.2.1920 in Köln; Tod in Raasiku

Kinder

Weiterer Lebensweg

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Bianca Nebel in Berlin Wilmersdorf, Hektorstr. 3

17.5.1939 Schwester Margot und Ehemann Heinz in Gut Winkel Spreenhagen

Lehrgut Ellguth

Bianca Nebel und Werner Baum zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth

Die Eröffnung des Lehrgutes Ellguth in Steinau bei Falkenberg/Klein-Schnellendorf erfolgte in Trägerschaft des Hechaluz am 19.12.1937. Die Leitung wurde Edgar und Elly Freund von der „Jüdischen Jugendhilfe Berlin“ übertragen. Zur Eröffnung kam als Madrich für die Landwirtschaft Georg Josephsthal, zuvor Generalsekretär des Hechaluz und im Merkas des Habonim. Seine Frau Senta übernahm die Milchwirtschaft des Gutes. Als landwirtschaftlicher Inspektor wurde der Nichtjude Bless eingestellt. Bis zu 100 Chaluzim wurden hier ausgebildet.

Im August 1938 mussten Georg und Senta Josephthal, im September das Ehepaar Freund nach Warnungen vor der Gestapo das Gut verlassen. Nachfolger wird Fritz Wolff.

Schließung des Lehrgutes Juni 1941

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

Mai bis September 1941 Auflösung der Hachscharalager Ahrensdorf,Ellguth, Havelberg, Jessen; Verlegung der Chaluzim in das Lehrgut Neuendorf und Paderborn; Werner und Bianca Baum, Thekla Felsenstein, Heinz Nathan, Harry und Rosa Oppenheimer, Lieselotte Witkowski gehen nach Paderborn

17.6.1941 aus dem Hachschara- Landwerk Ellguth ins Umschulungs- und Einsatzlager Paderborn, Grüner Weg

8.7.1941 Bianca Nebel aus dem Hachscharalager Ellguth nach Paderborn, Grüner Weg

18.1.1942 Heirat in Paderborn mit Bianca Nebel

9.3.1942 Ehepaar Baum wechselt ins Gut Scaby, Spreenhagen

Zwangsarbeit im jüdischen Arbeitsheim Radinkendorf

26.9.1942 Ehepaar Baum von Berlin nach Raasiku und 812 Berliner Juden und Jüdinnen mit dem sogenannten 20. Osttransport (Welle 32) deportiert. Am Güterbahnhof Moabit wurde ein Zug aus Frankfurt/Main mit weiteren 237 Häftlingen angekoppelt. Das Ziel der Deportation war Raasiku in Estland. Nach Ankunft in Raasiku kam ein Teil der Deportierten in das Lager Jägala, ein weiterer kleiner Teil in ein Arbeitslager in der Nähe von Riga, die übrigen Häftlinge wurden in einem unweit entfernten Waldgebiet (Kalevi-Liiva) direkt nach der Ankunft erschossen.

Gedenken

5.4.1990 Page of Testimony von Alfred Ohnhaus, Chawer aus Paderborn

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Margit Naarmann, Ein Auge gen Zion, Paderborn, 2000; ISBN3-89498-087-7

Siegfried Ransch: Jüdisches Arbeitsheim Radinkendorf (1940 bis 1943). Nora Verlagsgemeinschaft Dyck & Westerheide, Berlin 2010

https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?sfrom=1214&s=2460&id=746&buchstabe=B

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/11221991?s=Baum%20Werner%201920&t=2575175&p=3

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT20-42.jpg

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My