Weiß Hannelore

Hannelore Weiß

*22.4.1921 in Berlin; ✡ England

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Isidor Artur Weiss *20.7.1889 in Berlin ; ✡ 23.12.1939 in Berlin

Heirat der Eltern Mai 1920

Mutter Olga Laskowicz *28.10.1883 in Liegnitz; ✡ 22.8.1943 in Theresienstadt

Geschwister

Eine Schwester

Beruf

Adressen Berlin Gervinusstraße 24 ; Havelberg

Heirat oo Mayer

Kinder

Weiterer Lebensweg

Beide Schwestern können noch im Sommer 1939 nach England emigriren

Dezember 1939 Tod des Vaters mit Herinfarkt

Waldgehöft Havelberg

1939 Hannelore Weiß zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Hannelore Weiss mit 56 jüdischen Bewohnern im Waldgehöft bei der Minderheitenzählung

17.5.1939 beide Eltern in Berlin Gervinusstraße 24

Nach dem September 1939 waren Nachfolger von Richard Horn als Betriebsleiter in Havelberg Siegfried Freund, Artur Posnanski, Alfred Selbiger, Heinz Berg und Hilde Nathan.

Bei Auflösung im Sommer 1941  gehen der Leiter Heinz Berg nach Paderborn, die Chawerim Willy Ansbacher und Erich Wallach sowie die Chaweroth Johanna David, Suse Fliess, Ingeborg Frank, Susanne Rosenthal und Carla Wagenberg in das Arbeitslager Neuendorf, die Zwillingsbrüder Manfred und Artur Tannenbaum in die „Domäne Altlandberg“

Oktober 1941 Mutter Olga versteckt sich in Berlin

11.8.1942 Mutter Olga auf Alterstransport nach Theresienstadt

22.8.1943 Tod der Mutter in Theresienstadt

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de989606

https://www.stolpersteine-berlin.de/de/gervinusstr/24/ottilie-weiss

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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