Geisel Siegfried

Siegfried Geisel/ Shimon Giladi

6.10.1910 in Bullay; ✡ 25.7.1987

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Jakob Geisel *12.12.1879 in Pünderich; ✡ ?

Mutter Theresa Kahn * 11.1.1882 in Medernach, Luxemburg

? Clara Geisel geb. Gamiel *1878 ?; ✡ ? 1942;

Onkel Leopold Geisel *17.10.1875 in Pünderich ; ✡29.4.1935 in Pünderich; oo Helene David (*25.8.1879)

Großvater Nathan Geisel

Geschwister

Alfred Geisel *22.12.1911 in Bullay; ✡ ?

Klotilde Geisel *29.12.1913 in Bullay; ✡ 2002 in Luxemburg

Bella Geisel *27.12.1905 in Merl; oo Gottschalk

Meta Geisel; oo Levy

Cousin Fritz Geisel *6.2.1908 in Pünderich, Zell, Mosel; ✡  New York

Beruf

Adressen Bullay; Kyllburg; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat Hadassa Prizant

Kinder zwei

Weiterer Lebensweg

November Pogrom

15.11.-13.12.1938 Cousin Fritz Geisel inhaftiert in Dachau

7.3.1939 Vater Jakob und Theresa Geisel auf der SS CHAMPOLLION nach Haifa

24.6.1939 Ausbürgerung von Jakob und Theresa Geisel, im Reichsanzeiger

August 1939 Cousin Fritz nach England

6.8.1936 Siegfried Geisel zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn

Werkdorp Nieuwe Sluis

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Alija beth auf der SS DORA

Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

13.5.-24.5.1945 Cousin Fritz Geisel auf der SS FRANCONIA von Liverpool nach New York

Gedenken

Grabstein für Shimon Giladi auf dem Kiryat Shaul Cemetery, Tel Aviv,

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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