
Lieselotte „Lilo“ Goldstein

*12.2.1918 in Berlin; ✡ 1.8.2006 in Gvar Am, Ashkelom
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Jacob Goldstein *2.3.1868 in Berlin; ✡ ?
22.7.1907 Heirat der Eltern

Mutter Julia Lewin *12.10.1881 in Samter; ✡ 28.1.1949 in Israel
Geschwister

Rudi Goldstein *17.6.1908 in Berlin; Palästina; ✡nach 1984

Hans Tuvia Goldstein *21.4.1912 Berlin; ✡2.1.1994 in Kiriat Bialik; oo Liba Baumer
Beruf
Adressen ; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer
Heirat 1941 Alfred Abraham Tachauer *16.8.1915 in Würzburg; 2.3.2001 in Gvar‘am
Kinder
OmriTachauer *18.10.1948 Kibbuz Gvar’am; 14.4.1969 ✡Gvar‘am
Orit Tachauer*7.9.1952 Kibbuz Gvar’am; ✡24.7.2019 Gvar’am (Pankreas-Ca); oo 1985 Josef Lepper
TochterTachauer; oo Livneh
Weiterer Lebensweg
20.8.1936 Bruder Hans nach Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
17.5.1939 beide Eltern in bei Minderheitenzählung
Lilo Goldstein zur Hachschara in Gut Winkel
Werkdorp Nieuwe Sluis
23.5.1939 Lilo Goldstein zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Alia Beth auf der SS DORA
Juli 1939 Lilo Goldstein mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA
16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:
Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.
16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.
Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.
17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA
17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)
12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht
Gedenken
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://danielabraham.net/tree/related/dora
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316