Gusdorf Hans

Hans Rudolf Gusdorf/Reuven Gidron

*10.4.1921 in Berlin; ✡ 6.6.1989 Sde Nehemiah

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Max Gusdorf *30.6.1878 in Detmold; ✡ 23.7.1943 in Sobibor

Mutter Helene Oppenheimer *6.1.1883 in Essen; ✡ 23.7.1943 in Sobibor

Onkel Hermann Gusdorf *19.11.1879 in Detmold; ✡ 5.2.1943 inAuschwitz

Geschwister

Erika Sara Gusdorf *5.5.1910; ✡7.7.1991 Sao Paulo; oo Rudolf Caro

Renate Gusdorf *1.5.1925; ✡19.1.2007; oo Püttmann; oo Gisder

Beruf Praktikantin

Adressen Berlin; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat   Kummermann;

Kinder drei

Weiterer Lebensweg

1937 Umzug von Hans Rudolf Gusdorf mit den Eltern von Den Haag nach Amsterdam

Werkdorp Nieuwe Sluis

14.1.1937 Hans Rudolf Gusdorf zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 Hans Rudolf Gusmann mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Polizeibericht 29.11.1942 in Amsterdam

29.11.1942 kleiner Zimmerbrand bei Max Gusdorf in der Hoendiepstraat in ASD

Kamp Westerbork

6.3.1943 Einweisung der Eltern in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Baracke 55 und 72

20.7.1943 beide Eltern dportiert von Westerbork nach Sobibor

Gedenken

Quellen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Gusdorf%22%7D

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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