Raphael Sternberg/Kochavi
4.5.1920 in Berlin; ✡ 21.4.1981 in Kibbuz Dorot, Askelon
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Louis Eugen Sternberg *11.7.1884 in Kulmsee; ✡ 3.1.1943 Berlin
Heirat der Eltern 1919
Mutter Rosa Davidsohn 27.4.1895 in Argenau; ✡ 16.11.1941 Berlin
Großmutter Rahel Sternberg geb Heumann *6.4.1858; 17.3.1943 in Theresienstadt
Geschwister

Miriam Sternberg/ Naor Kochavi *6.12.1922 in Berlin; ✡2019; oo Herbert Hanauer

Joachim Sternberg/Kochavi *6.12.1922 in Berlin; ✡ ? in Kibbuz Dorot, Askelon
Beruf Praktikant
Adressen Berlin, Kantstraße 150 a; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
27.3.1938 Einreise von Bruder Joachim in Haifa mit Studentenzertifikat der Kategorie B(III)
26.9.1938 Einreise von Schwester Miriam in Haifa mit Studentenzertifikat der Kategorie B(III)
17.5.1939 beide Eltern mit Großmutter Rahel in Berlin, Kantstraße 150 a
1.12.1938 Raphael Sternberg zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn
Werkdorp Nieuwe Sluis
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
Alija Beth auf der SS DORA
Juli 1939 Raphael Sternberg mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA
16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:
Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.
16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.
Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.
17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA
17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)
12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

3.1.1943 Suizid des Vaters in Berlin
Gedenken
olpersteine
Pages of Testimony
Grabstein für
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History