Selka Hermann

Hermann Selka

*11.9.1919 in Frankfurt; ✡ 11.7.2017 in Beit Jitzchak

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Fritz Scholem Selka *19.5.1888 in Posen; ✡ 30.12.1962 Beit Jitzchak

Heirat der Eltern 16.4.1914 in Frankfurt

Mutter Sophie Sara Kochmann *3.7.1888 in Schocken; ✡ 22.4.1984 Beit Jitzchak

Geschwister

Harry Selka *1923 in Frankfurt

Dorothee Dorle Selka *10.7.1927 in Frankfurt; oo Werner Spier

Alfred Selka *10.7.1927 in Frankfurt; 2011

Beruf Praktikant, Schreinerlehre

Adressen Frankfurt, Hebelstraße 13; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat 1941 im Moschav Beit Jitzchak Dina Wolff *29.4.1920 in Aurich; oo 20.2.2005 Kfar Saba

Kinder drei

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 beide Eltern mit den Zwillingen in Frankfurt, Hebelstraße 13 bei der Minderheitenzählung

22.10.1939 Einreise der Eltern mit den Zwillingen in Haifa mit Kapitalistenzertifikat der Kategorie A(one)

August 1939 Alija von Dina Wolff nach Palästina; Aufbau des Moshav Beit Jitzchak

Werkdorp Nieuwe Sluis

5.8.1937 Hermann Selka zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Hermann Selka wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Hermann Selka arbeitet in der Schreinerwerkstatt des Werkdorps

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 Hermann Selka mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Landarbeit im Moshav Beit Jitzchak

1941 im Moschav Beit Jitzchak mit Dina Wolff

1984 Besuch von Dina und Zwi Selka in Aurich

1992 Besuch von Dina und Zwi Selka in Aurich

Gedenken

Stolperstein für Dina Wolff in Aurich, Norderstraße 29

Stolpersteine für Sophie, Scholem, Hermann, Harry, Dorle und Alfred Selka in Frankfurt Hebelstraße

Pages of Testimony

Grabstein für

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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