Zobel Alfred

Alfred Asher Zobel

*4.2.1911 in Berlin; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Nathan Zobel *1862; ✡ 1.3.1931

Mutter Bianca geb. Zobel *10.8.1865 in Krotoschin; ✡ 9.11.1944 Theresienstadt

Geschwister

Lucie Zobel *27.9.1898 in Berlin; ✡ 20.9.1960; oo Carl Levy (1880-1958)

Edith Zobel *6.12.1899 in Berlin; ✡ 1943 Auschwitz

Leonie Zobel *5.12.1905 in Berlin; ✡ 1941 in Minsk

Beruf Praktikant

Adressen Berlin, Michaeliskirchstraße 20; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat  –

Kinder

Weiterer Lebensweg

1.3.1931 Tod des Vaters Nathan Zobel

17.5.1939 Mutter Bianca in Berlin, Sybelstraße 39 bei Minderheitenzählung

17.5.1939 Schwester Edith in Berlin, Kaiserallee 20 bei Minderheitenzählung

Werkdorp Nieuwe Sluis

5.10.1936 Alfred Zobel zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

10.11.1936 angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

1.1.1938 Alfred Zobel auf der Hechaluz-Mitgliederliste des Werkdorps

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Alfred Zobel wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 Alfred Zobel mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Berlin – Theresienstadt

17.5.1939 Mutter Bianca in Berlin, Sybelstraße 39 bei Minderheitenzählung

25.8.1942 Mutter Bianca auf dem 49. Alterstransport von Berlin – Theresienstadt

9.11.194 Tod der Mutter in Theresienstadt

Berlin – Auschwitz

19.2.1943 Schwester Edith auf dem 29. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Gedenken

8.11.2011 Stolperstein für Bianca Zobel in Berlin Sybelstraße 39, hier liegen weitere 19 Stolpersteine

8.6.1955 Pages of Testimony für die Mutter und Schwestern von Lucie Levy

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127204987

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5103557

http://www.stolpersteine-berlin.de/de/sybelstr/39/bianca-zobel

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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