Gross Simon

Simon Gross

*14.5.1918 in Wien; ✡ ?

Staatsangehörigkeit staatenlos

Vater Leib Leo Gross *1.5.1873 in Nadwirna; ✡ 9.4.1943 in Sobibor

Heirat der Eltern 2.11.1897 in Nadwirna

Mutter Scheindel Schreier *5.5.1875 in Bohorodchany; ✡ 8.1.1949

Großeltern Israel Schreier und Feige Tropper

Geschwister

Israel Gross *1897 in Nadwirna; ✡ 1972; oo Rosalia Berlstein

Rosa Gross *15.5.1899 in Nadwirna; ✡ 4.2.1992 in Herzlia; oo Siegmund Hönig

Taube Thea Gross *3.8 1901 in Nadwirna; ✡ 30.9.1942 in Auschwitz; Feibusz Landau

Mojzes Munio *1903 in Stanislau; 1989; oo 1930 Gertrud Richter

Max Gross; oo Sophie

Beruf Praktikant

Adressen ; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat  ?

Niza Flora Groß *1923 ; ✡ 2016

Kinder

Weiterer Lebensweg

18.6.1938 Emigration der Familie Gross von Wien nach Amsterdam

Werkdorp Nieuwe Sluis

5.11.1938 Simon Gross zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 Simon Gross mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Kamp Westerbork

27.3.1943 Vater Leib eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Baracke 83

6.4.1943 Deportation des Vaters nach Sobibor; vermutlich ist der Vater im Versteck verhaftet und als Strafgefangener auf den nächsten Trasnport nach Sobibor gestellt worden; die Mutter überlebt im Versteck und stirbt am 8.1.1949 in Amsterdam

Gedenken

Quellen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Leib%20Gross%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Schreier%201875%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130298859

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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