Buchaster Berta

Berta Buchaster

*27.10.1913 in Leipzig; ✡ 10.2.2000 in Rishon LeZion

Staatsangehörigkeit polnisch

Vater Chaim Leib Buchaster *26.9.1877 in Bochnia; ✡ 1943 in Rovigo Hospital

Mutter Feige Ruchel Hasenlauf *15.3.1880 in Bochnia; ✡ 30.6.1944 in Auschwitz

Geschwister dreizehn

Hermann Osias *1904, Toni *1906, Jacob *1907, Israel *1909, Kalman *1810, Marie *1911, Nathan *1912, Berta *1913, Leon (1915-1924), Elias *28.12.1916, Isaak *1920, Ester Elsa *1921, Simi Selma *1923

Hochzeit von Jakob Buchaster und Paula Speier 1936; Elias und Wolf bereits in Palästina
Vorn knieend Ester und Selma Buchaster
2. Reihe sitzend Mutter Feige, die Braut Paula Speier, Jakob Buchaster, Vater Chaim (3., 4., 5., 6. von links)
3. Reihe stehend von links Nathan, eine Tante, Toni und Benzion Goldberg, Bertha Buchaster
Hinten von links Osias Buchaster mit Frau Scheindla; Marie 4. v.l.

Hermann Osias Buchaster *28.12.1903 in Leipzig; ✡ 31.10.1942 in Auschwitz; oo 1932 Scheindla Goldstein *8.1.1907

Toni Buchaster *3.7.1906 in Leipzig; ✡ 18.10.1982 Bronx, NY; oo Benzion Goldberg (*10.3.1900)

Jacob Buchaster *10.13.1907 in Leipzig; ✡ nach 20.6.1944 in Auschwitz; oo Paula Falek (*26.7.1912 in Dresden, ✡13.1.1994 New York)

Israel Buchaster *5.1.1909 in Leipzig; ✡19.4.1909 in Leipzig;

Kalman Buchaster *27.1.1910 in Leipzig; ✡8.2.1910 in Leipzig;

Marie Buchaster *9.4.1911 in Leipzig; ✡ 20.8.1991 in Rishon LeZion; oo Steinmesser

Nathan Buchaster *13.9.1912 in Leipzig; ✡ 5.5.1965 in Israel

Berta Buchaster *27.10.1913 in Leipzig; ✡10.2.2000 in Rishon LeZion; oo Bromberger

Leon David Buchaster *31.1.1915 in Leipzig; ✡28.6.1924 in Leipzig

Elias Buchaster *28.12.1916 in Leipzig; ✡ 16.4.2006 in Kvuzat Yawne

Wolf Isaak Buchaster *9.3.1920 in Leipzig; ✡  in Israel

Ester Elsa *17.6.1921 in Leipzig; ✡ in Israel; oo Max Schumer

Selma Buchaster *7.10.1923 in Leipzig; ✡ 5.12.2003 Tel Aviv; oo Menachem Kauftheil

vorn Marie, Tony, Selma, Feige, Chaim, Ester
hinten Nathan, Jakob, Osias, Elias, Wolf, Bertha Buchaster

Drei Neffen

Die Neffen v.l. Rolf Goldberg, Bernard und Jacob Goldberg, ca. 1937

Beruf

Adressen Leipzig, Nordstraße 3; Spreenhagen; Rishon LeZion

Heirat Moshe Moritz Bromberger *15.4.1911 in Solotwina; ✡7.11.2002 in Rishon LeZion

Kinder

Rifka Bromberger *6.10.1942 in Rishon LeZion; ✡26.7.2023; oo Itzchak Kaduri

Eithan Bromberger

Weiterer Lebensweg

1922 Vater Chaim im Leipziger Adressbuch als „Rohproduktenhändler“

1926 Chaim Buchaster gründet mit Holzer den „Verein jüdischer Händler und Reisender zu Leipzig“ mit Sitz in der Nordstraße 3, dem bis zu 80 meist polnische Händler angehören.

29.7.1935 Familie Buchaster in der Gemeinde Leipzig angemeldet

27.1.1936 Bruder Wolf nach Palästina

27.6.1936 Alija von Bruder Elias Buchaster nach Palästina

16.8.1938 Elsa mit Ehemann Schumer nach Palästina

10.3.1939 Bruder Osias flieht nach Brüssel

Frühjahr 1939 die Geschwister Bertha, Nathan, Marie Buchaster zur Hachschara in das Lehrgut Schocken, „Gut Winkel“ bei Spreenhagen

Frühjahr 1939 Schwester Selma zur Alijah-Erstausbildung in Hamburg Altona, Blankenese, Jugendheim Wilhelminenhöhe, Rissener Landstraße127

Minderheiten-Volkszählung 1939

17.5.1939 im Gut Winkel, Spreenhagen Natan, Marie und Berta Buchaster

17.5.1939 in Leipzig Nordstraße 3 beide Eltern sowie vier Kinder

17.5.1939 in Hamburg Blankenese, Rissener Landstraße 127 Selma Buchaster

17.5.1939 in Leipzig, Eberhardstraße 9 Toni, Benzion und Sohn Jakob Goldberg

17.5.1939 in Leipzig Humboldtstr. 9III Jakob, Paula und Sohn Manfred Buchaster

13.7.1939 beide Eltern, Bruder Jakob mit Frau und Sohn Manfred sowie Schwager Benzion Goldberg flüchten nach Italien

13.8.1939 Schwester Toni und Mann abgemeldet aus Leipzig

15.-22.8.1939 Schwester Toni und die Söhne Rolf und Jacob Goldberg auf der SS STATENDAM von Rotterdam nach New York

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

Juli 1939 Einreise der drei Geschwister Nathan, Bertha und Marie Buchaster in die Niederlande

16.7.1939 Boarding der drei Geschwister Nathan, Bertha und Marie Buchaster mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft von Geschwister Bertha, Nathan, Marie Buchaster  auf der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Brüssel – Mechelen – Auschwitz

10.3.1939 Bruder Osias flieht nach Brüssel, 41 Rue des Chartreux

mit Frau Scheindla und Sohn Bernhard

28.10.-31.10.1942 Osias Buchaster auf dem XVI. Transport von Brüssel nach Auschwitz

15.1.1943 Tod von Scheindla und Sohn Bernhard Buchaster in Auschwitz

Campo Ferramonti – Costa di Rovigno -Auschwitz

13.7.1939 beide Eltern, Bruder Jakob mit Frau Paula und Sohn Manfred flüchten nach Italien

16.9.1940 beide Eltern vom Campo Internato Ferramonti in das Campo Internato libero Costa di Rovigo; in diesem Ort als freiem Lager lebte die Familie Buchaster mit 11 weiteren jüdischen Flüchtlingen

17.7.1940 Bruder Jakob mit Paula und Manfred ins Campo Ferramonti

3.9.1941 Bruder Jakob mit Paula und Manfred von Ferramonti nach Costa di Rovigo

Internierung in Costa di Rovigno zusammen mit 11 weiteren jüdischen Flüchtlingen

31.3.1944 Paula Buchaster von Costa di Rovigo nach Fossoli

1943 Tod des Vaters Chaim im Krankenhaus Ospedale di Rovigno

20.6.1944 Deportation der Mutter, Bruder Jakob und Frau Paula nach Auschwitz; Manfred wird in Costa di Rovigo bei der Familie Giuriola versteckt, aber dann doch von der SS geholt.

Paula Buchaster überlebt Auschwitz und Bergen Belsen; Sommer 1945  Aufenthalt im DP Camp Karskaer, Schweden; sie fälscht den Geburtsjahrgang von 1912 auf 1919 und die Nationalität „Italien

1947 in die USA; Paula heiratet Hermann Speier aus Guxhagen

Nachkriegszeit

Paula Buchaster überlebt in Auschwitz; Sommer 1945 Aufenthalt im DP Camp Karskaer, Schweden; sie fälscht den Geburtsjahrgang von 1912 auf 1919 und die Nationalität „Italienerin“

1947 Auswanderung von Paula Buchaster in die USA

26.8.1947 Schwester Ester heiratet Mordechai Max Schumer in Rehovot

April 1957 Selma Buchaster auf der SS ISRAEL von Israel über Gibraltar nach New York, um Schweseter Toni Goldberg zu besuchen

1993 Berta Bromberger

Gedenken

25.9.1955 Pages of Testimony für die Eltern und Geschwister von Elias Buchaster

Stolpersteine in Leipzig, Humboldstraße 9 für Paula, Jakob und Manfred Buchaster

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de62893

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de256308

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849285

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de35822

https://beeldbank.kazernedossin.eu

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/66719327

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8868); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

www.myheritage.com

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

http://danielabraham.net/tree/related/dora/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936, Gemeinde Barsingerhorn, Archiv Alkmaar

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/463839

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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