Kapelner Heinrich

Heinrich Heini Chaim Kapelner

*31.3.1920 in Köln; ✡ 2008

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Yehuda Juda Kapelner * 1872 in Tarnow, Galicia; ✡ 1966

Heirat der Eltern 1902 in Brzesko

Mutter Miriam Marjem Westreich Broder * in Brieg; ✡ ?

Geschwister

Sarah „Sally“ Kapelner *28.11.1902 in Köln; ✡ ? vor 1944; oo Weil

Josef Kapelner *12.6.1905 in Köln; ✡ 25.9.2002 in Ramat Gan; oo 1939 Nelly Pintus

Helena Kapelner *1907 in Köln; ✡ Bnei Brak

Minna Kapelner *21.12.1909 in Köln; ✡ vor 1945;

Aron Arnold Kapelner *1912 in Köln; ✡ 1996 in Israel

Ephraim Bernhard Ferdi Kapelner *5.5.1914 in Köln; ✡ 16.12.2006

Max Kapelner *27.6.1916 in Köln; ✡ ?

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Köln; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat Braun

Kinder zwei

Weiterer Lebensweg

30.11.1928 Heirat von Schwester Helena mit Osias Eisenberg in Frankfurt

13.6.1934 Bruder Ephraim abgemeldet aus Amsterdam zur Alija nach Palästina

19.9.1934 Bruder Josef abgemeldet aus Amsterdam zur Alija nach Palästina

9.12.1935 -16.5.1936 Bruder Max in Amsterdam, dann abgemeldet nach Polen

1935 Minna und Mann Bär Handel flüchtet illegal nach Frankreich und werden ausgewiesen

1938 Schwester Minna mit Ehemann Bär in Aachen

Werkdorp Nieuwe Sluis

1.12.1935 Ankunft von Heini Kapelner angemeldet zur Hachschara im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis

14.1.1937 Heini Kapelner angemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formale Ummeldung aller Werkdorper von Barsingerhorn nach Wieringermeer

10.10.1939 Heini Kapelner offiziell aus dem Werkdorp abgemeldet

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

15.10.1940 Eintritt in die Royal Army

Lebt in Bnei Brak und Jerusalem.

Ghetto Lodz

30.10.1941 Deportation von Schwester Sara Weil von Köln ins Ghetto Lodz

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Kapelner%22%7D

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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