Adler Alfred

Alfred Adler/Asher Adler  

*3.1.1912 in Lauterbach; ✡ Oktober 1978

Staatsangehörigkeit deutsch; staatenlos; Israel

Vater Meir Adler *16.11.1886 in Neuhof-Opperz; ✡1956

Heirat der Eltern 15.5.1911 in Lauterbach

Mutter Julia Fröhlich *9.12.1882 Markneukirchen/Lauterbach; ✡1966

Geschwister Bertha Adler *5.6.1918 in Lauterbach; oo 1941 Ernst Löwenberg (*28.11.1915 Köln)

Beruf Metzger

Adressen Lauterbach; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer; Jerusalem

Heirat  12/1944 in Jerusalem mit Ellen Kunz *8.1.1916; ✡2009

Kinder

Zwei Töchter

Weiterer Lebensweg


3.3.1934 Emigration von Alfred Adler nach Amsterdam

1934 Emigration der Eltern nach Zutphen

6.4.1934 Alija von Schwester Bertha nach Palästina

Oktober 1934 Abmeldung der Eltern aus Zutphen, offiziell nach Deutschland (?); Emigration nach Palästina

Werkdorp Nieuwe Sluis

8.9.1936 Alfred Adler kommt von Amsterdam zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis,

11.9.1936 Alfred Adler gemeldet in Barsingerhorn, zu diesem Zeitpunkt ist bereits expatriiert, „Staatloos

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Alfred Adler und aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 Alfred Adler mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

21.6.1937 Alija von Ellen Kunz nach Haifa auf der SS PALÄSTINA

1944 Heirat mit Ellen Kunz in Jerusalem; ihre Eltern Jakob Paul Kunz und Frieda Weiss (1887-1940) sind bereits verstorben

Oktober 1978 Tod von Asher Adler; beigesetzt in Jerusalem

Adressliste der ehemaligen Werkdorper 1983

Adressliste der ehemaligen Werkdorper 1983

Es gab zwei Alfred Adler im Werkdorp; Alfred Adler * 12.10.1909 in Meiningen emigrierte nach Arnetinien

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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