
Selma Simi Shlomit Buchaster
*7.10.1923 in Leipzig; ✡ 5.12.2003 Tel Aviv
Staatsangehörigkeit polnisch
Vater Chaim Leib Buchaster *26.9.1877 in Bochnia; ✡ 1943 in Rovigo

Mutter Feige Ruchel Hasenlauf *15.3.1880 in Bochnia; ✡ 30.6.1944 in Auschwitz
Geschwister dreizehn
Zwei früh verstorben
Hermann Osias *1904, Toni *1906, Jacob *1907, Israel *1909, Kalman *1810, Marie *1911, Nathan *1912, Berta *1913, Leon (1915-1924), Elias *28.12.1916, Isaak *1920, Ester Elsa *1921, Simi Selma *1923

Vorn knieend Ester und Selma Buchaster
2. Reihe sitzend Mutter Feige Paula Speier, Jakob Buchaster, Vater Chaim ( 3., 4., 5., 6. von links)
3. Reihe stehend von links Nathan, Tante, Toni und Benzion Goldberg, Bertha Buchaster
Hinten von links Osias Buchaster mit Frau Scheindla; Marie 4. v.l.
Hermann Osias Buchaster *28.12.1903 in Leipzig; ✡ 31.10.1942 in Auschwitz; oo 1932 Scheindla Goldstein *8.1.1907
Toni Buchaster *3.7.1906 in Leipzig; ✡ 18.10.1982 Bronx, NY; oo Benzion Goldberg (*10.3.1900)
Jacob Buchaster *10.13.1907 in Leipzig; ✡ nach 20.6.1944 in Auschwitz; oo Paula Falek (*26.7.1912 in Dresden, ✡13.1.1994 New York)
Israel Buchaster *5.1.1909 in Leipzig; ✡19.4.1909 in Leipzig;
Kalman Buchaster *27.1.1910 in Leipzig; ✡8.2.1910 in Leipzig;
Marie Buchaster *9.4.1911 in Leipzig; ✡ 20.8.1991 in Rishon LeZion; oo Steinmesser
Nathan Buchaster *13.9.1912 in Leipzig; ✡ 5.5.1965 in Rishon LeZion
Berta Buchaster *27.10.1913 in Leipzig; ✡ 10.2.2000 in Rishon LeZion; oo Bromberger
Leon David Buchaster *31.1.1915 in Leipzig; ✡28.6.1924 in Leipzig
Elias Buchaster *28.12.1916 in Leipzig; ✡ 16.4.2006 in Kvuzat Yawne
Wolf Isaak Buchaster *9.3.1920 in Leipzig; ✡ in Israel
Ester Elsa *17.6.1921 in Leipzig; ✡ in Israel; oo Max Schumer
Selma Buchaster *7.10.1923 in Leipzig; ✡ 5.12.2003 Tel Aviv; oo Menachem Kauftheil

hinten Nathan, Jakob, Osias, Elias, Wolf, Bertha Buchaster
Beruf –
Adressen Leipzig, Nordstraße 3; Spreenhagen; Rishon LeZion
Heirat oo Miki Menachem Kauftheil *20.7.1911; 1974
Kinder
Moshe Kauftheil
Ari Kauftheil
Weiterer Lebensweg
1922 Vater Chaim im Leipziger Adressbuch als „Rohproduktenhändler“
1926 Chaim Buchaster gründet mit Holzer den „Verein juedischer Haendler und Reisender zu Leipzig“ mit Sitz in der Nordstraße 3, dem bis zu 80 meist polnische Händler angehören.
29.7.1935 Familie Buchaster in der Gemeinde Leipzig angemeldet
27.1.1936 Bruder Wolf nach Palästina
27.6.1936 Alija von Bruder Elias Buchaster nach Palästina
16.8.1938 Elsa mit Ehemann Schumer nach Palästina
10.3.1939 Bruder Osias flieht nach Brüssel
Frühjahr 1939 Selma zur Alijah-Erstausbildung in Hamburg Altona, Blankenese, Jugendheim Wilhelminenhöhe, Rissener Landstraße127
Frühjahr 1939 die Geschwister Bertha, Nathan, Marie Buchaster zur Hachschara in das Lehrgut Schocken, „Gut Winkel“ bei Spreenhagen
Minderheiten-Volkszählung 1939
17.5.1939 im Gut Winkel, Spreenhagen Natan, Marie und Berta Buchaster
17.5.1939 in Leipzig Nordstraße 3 beide Eltern sowie vier Kinder
17.5.1939 in Hamburg Blankenese, Rissener Landstraße 127 Selma Buchaster
17.5.1939 in Leipzig, Eberhardstraße 9 Toni, Benzion und Sohn Jakob Goldberg
17.5.1939 in Leipzig Humboldtstr. 9III Jakob, Paula und Sohn Manfred Buchaster
13.7.1939 beide Eltern, Bruder Jakob mit Frau und Sohn Manfred sowie Schwager Benzion Goldberg flüchten nach Mailand, Italien
13.8.1939 Schwester Toni und Mann abgemeldet aus Leipzig
15.8.-22.8.1939 Schwester Toni mit ihren Söhnen Rolf und Jacob Goldberg auf der SS STATENDAM von Rotterdam nach New York
9.7.1942 Benzion Goldberg auf der SS EXCAMBION von Lissabon nach New York
Alija Beth auf der SS DORA
Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA
Juli 1939 10 Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.
Juli 1939 Einreise der drei Geschwister Nathan, Bertha und Marie Buchaster in die Niederlande
16.7.1939 Boarding der drei Geschwister Nathan, Bertha und Marie Buchaster mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:
Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.
16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.
17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA
17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)
12.8.1939 Ankunft von Geschwister Bertha, Nathan, Marie Buchaster auf der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht
Brüssel – Mechelen – Auschwitz
10.3.1939 Bruder Osias flieht mit Frau Scheindla und Sohn Bernhard nach Brüssel, 41 Rue des Chartreux

28.10.-31.10.1942 Osias Buchaster auf dem XVI. Transport von Brüssel nach Auschwitz
15.1.1943 Tod von Scheindla und Sohn Bernhard Buchaster in Auschwitz
Campo Ferramonti – Costa di Rovigno -Auschwitz
13.7.1939 beide Eltern, Bruder Jakob mit Frau Paula und Sohn Manfred flüchten nach Italien

16.9.1940 beide Eltern vom Campo Internato Ferramonti in das Campo Internato libero Costa di Rovigo; in diesem Ort als freiem Lager lebte die Familie Buchaster mit 11 weiteren jüdischen Flüchtlingen
17.7.1940 Bruder Jakob mit Paula und Manfred ins Campo Ferramonti
3.9.1941 Bruder Jakob mit Paula und Manfred von Ferramonti nach Costa di Rovigo
Internierung in Costa di Rovigo zusammen mit 11 weiteren jüdischen Flüchtlingen
31.3.1944 Paula Buchaster von Costa di Rovigo nach Fossoli
1943 Tod des Vaters Chaim im Krankenhaus Ospedale di Rovigno
20.6.1944 Deportation der Mutter, Bruder Jakob und Frau Paula nach Auschwitz; Manfred wird in Costa di Rovigo bei der Familie Giuriola versteckt, aber dann doch von der SS geholt.
Paula Buchaster überlebt Auschwitz und Bergen Belsen; Sommer 1945 Aufenthalt im DP Camp Karskaer, Schweden; sie fälscht den Geburtsjahrgang von 1912 auf 1919 und die Nationalität 1947 in die USA
Nachkriegszeit

Befreiung von Paula Buchaster in Bergen Belsen; Sommer 1945 Aufenthalt im DP Camp Karskaer, Schweden; sie fälscht den Geburtsjahrgang von 1912 auf 1919 und die Nationalität „Italienerin“
1947 Auswanderung von Paula Buchaster in die USA
26.8.1947 Schwester Ester heiratet Mordechai Max Schumer in Rehovot
April 1957 Selma Buchaster auf der SS ISRAEL von Israel über Gibraltar nach New York, um Schwester Toni Goldberg zu besuchen
Gedenken
25.9.1955 Pages of Testimony für die Eltern und Geschwister von Elias Buchaster
Stolpersteine in Leipzig, Humboldstraße 9 für Paula, Jakob und Manfred Buchaster
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de62893
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de256308
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849285
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de35822
https://beeldbank.kazernedossin.eu
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/66719327
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8868); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
http://danielabraham.net/tree/related/dora/
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936, Gemeinde Barsingerhorn, Archiv Alkmaar