Goldstein Arthur

Arthur Goldstein

*5.1.1920 in Duisburg; ✡ in Haifa

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Moses Max Goldstein *22.12.1885 in Krefeld; ✡ 14.5.1942 in Kulmhof

Mutter Fanny Feige Zipora Schurberg *16.3.1884 in Krolowka; ✡ 14.5.1942 in Kulmhof

Geschwister

Bernhardine Goldstein *12.4.1917 in Duisburg; ✡ 27.8.1942 in Auschwitz

Edith Goldstein *29.4.1922 in Duisburg; ✡ Juli 1942 Auschwitz; oo Victor van Geens

Beruf

Adressen Duisburg, Grünstraße 51

Heirat Zila Buxpan

Kinder

Weiterer Lebensweg

Flucht der Geschwister in die Niederlande

Dezember 1938 Illegale Flucht von Arthur in die Niederlande

22.3.1939 Schwester Bernhardine von Kalkar nach Amsterdam

8.6.1939 Edith Goldstein nach Den Haag, dann nach Amsterdam

Alija Beth auf der SS DORA

Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:

Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.

Juli 1939 Gerhard Rachwalsky als Madrich, , Gert Böhm, Gregor Bronstein, Ellen Gaenser, Alfred Jordan, Charlotte Ständig mit etwa vier weiteren Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.

16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.

17.7.1939 Zustieg von Arthur Goldstein mit etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Ghetto Lodz

Zwangsabgabe „Fahrtkosten“

27.10.1941 Deportation der Eltern und der Tante Else Goldstein ab Düsseldorf ins Ghetto Lodz

14.5.1942 Deportation der Eltern ab Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof

Dritte Große Amsterdam Razzia – Erster großer Massentransport aus den Niederlanden

5.7.1942 die ersten Aufrufe Aufforderung an die Amsterdamer Juden, sich freiwillig zum „Arbeitseinsatz“ zu melden. Damals bestand beim Hechaluz noch die Auffassung, man solle sich deportieren lassen, in der irrigen Annahme, es handele sich um Arbeitseinsätze

Kamp Westerbork

Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt.

15.7.1942 in der Dritten Großen Amsterdamer Razzia  werden die Schwestern Edith und Bernhardine verhaftet und nach Hooghalen deportiert; 7 Km zu Fuß ins Kamp Westerbork, Registrierung in der großen Halle und unmittelbar zu Fuß zurück nach Hooghalen

Erst ab November 1942 gab eine eigene Bahnlinie und Station im Kamp Westerbork; Juli-November mussten die Deportierten von und zur Station Hooghalen zu Fuß laufen.

Aus dem Kamp Westerbork werden 100 „oude kampbewoners“ zusätzlich auf diesen Transport gestellt.

15.7.-17.7.1942 Edith mit Mann Victor und Bernhardine Goldstein auf dem ersten großen Massentransport aus den Niederlanden ab Hooghalen nach Auschwitz

Das offizielle Sterbedatum ist fiktiv und wurde für alle aus den ersten Massendeportationen von den niederländischen Behörden für den 30.9.1942 festgesetzt.

1957 und 1999 Pages of Testimony für die Eltern und die Schwestern Goldstein von Zila Buchspan-Goldstein

11.8.2010 Stolperstein im Duisburger Dellviertel, Grünstraße 51 für die Eltern und die Schwestern Goldstein

Quellen

www.myheritage.com

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Goldstein%201922%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/130295006

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

http://danielabraham.net/tree/related/dora/

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/11198723

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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